Claudio Raneri

Claudio Raneri (* 12. September 1967 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Opernregisseur, Theaterwissenschaftler und Pädagoge.
Erste Einweisungen in die Instrumentallehre und Musikgeschichte erhielt Raneri von der Violinistin und Musikpädagogin Marianne Pielsticker. Durch seine Vorträge in Kulturgeschichte, Literatur und Oper während der Gymnasialzeit und seine Begeisterung für die Dramaturgie und Regie wurde schließlich das renommierte MiR (Musiktheater im Revier) auf ihn aufmerksam. Nach Abschluss seines Abiturs begann er dort 1987 ein Regiepraktikum bei Herbert Wernicke und eine Dramaturgiemitarbeit. Von 1989 bis 1995 studierte er Germanistik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Schon währenddessen wurde er Regieassistent an der Komischen Oper Berlin unter Harry Kupfer und Christine Mielitz. 1994 bis 1998 übernahm er die Produktionsleitung der beiden Musicals Elisabeth und Anatevka bei den Vereinigten Bühnen Wien. Darauf folgten Produktionen für die Scottish Opera und die Universität Glasgow. 2001 bis 2007 war er Regieassistent und Direttore di Ripresa in zahlreichen namhaften Opernproduktionen von Pesaro bis Tokyo. Sein erfolgreiches Debüt als Regisseur folgte 2010 mit Rossinis Otello in Lausanne.
Sein persönlicher Stil ist geprägt von der historisch-kritischen Betrachtungsweise der ostdeutschen Musiktheater-Regieschule und von seinen künstlerischen Wegbereitern Herbert Wernicke, Harry Kupfer, Christine Mielitz und Giancarlo del Monaco.