Patrick Zelbel

Patrick Zelbel (* 8. Mai 1993 in Dortmund) ist ein deutscher Schachspieler.

Wie Arkadij Naiditsch und David Baramidze, beide inzwischen Großmeister, besuchte Patrick Zelbel die 1998 gegründete Dortmunder Schachschule, die den Schachunterricht an Grundschulen fördert. 2000 trat er dem Dortmunder Verein Schachfreunde Brackel bei. Als er neun Jahre alt war, spielte er bei den Dortmunder Schachtagen 2002 im OPEN B. Für Brackel spielte er zunächst in Jugendmannschaften und ab der Saison 2007/08 in der ersten Mannschaft in der Regionalliga. Bei der Siegerehrung der Schachjugend NRW, 2004 auf der Bühne im Dortmunder Schauspielhaus, wurde er zusammen mit seiner Mannschaft geehrt. Zur Saison 2011/12 wechselte er zu Hansa Dortmund in die Schachbundesliga. In Belgien spielt er seit der Saison 2010/11 für den KSK 47 Eynatten, mit dem er 2014 belgischer Mannschaftsmeister wurde und am European Club Cup teilnahm, in der österreichischen Schachbundesliga in der Saison 2011/12 für die Spielgemeinschaft Kufstein / Wörgl. In der niederländischen Meesterklasse spielt Zelbel in der Saison 2015/16 für SISSA Groningen.
Zelbel erwarb 2010 am Dortmunder Immanuel-Kant-Gymnasium sein Abitur und studiert an der Technischen Universität Dortmund Wirtschaftswissenschaften.
2003 wurde er in Willingen deutscher U10-Meister, bei den U12-Meisterschaften in den Jahren 2004 und 2005, ebenfalls in Willingen, wurde er Dritter. Bei der Jugendweltmeisterschaft 2005 in Belfort erzielte er in der Altersklasse U12 6,5 Punkte aus 11 Partien. 2006 gewann er die Deutsche Internetmeisterschaft U14. Mit den Schachfreunden Brackel gewann er 2008 die Deutsche U16-Mannschaftsmeisterschaft. Im selben Jahr gewann er in Herne die Einzelmeisterschaft Nordrhein-Westfalens. Deutscher U16-Meister wurde er 2009 in Willingen. Mit der deutschen U18-Nationalmannschaft belegte er bei der Europameisterschaft 2009 in Pardubice den dritten Platz. 2010 gewann er ein IM-Turnier in Graz. 2013 wurde er bei der deutschen Einzelmeisterschaft im Schnellschach in Gladenbach Dritter hinter Martin Krämer und Igor Glek.
Seit Februar 2011 trägt er den Titel Internationaler Meister. Die Normen hierfür erzielte er bei der 80. Deutschen Einzelmeisterschaft im Februar 2009 in Saarbrücken, beim Hoogeschool Zeeland Turnier im August 2009 in Vlissingen, bei dem er unter anderem gegen Alexander Beliavsky und Arlette van Weersel gewann, beim Helmut-Kohls-Turnier des Dortmunder Sparkassen Meetings im Juli 2010, bei dem er ungeschlagen blieb, sowie beim IM-Turnier in Graz im September 2010, das er gewann.